Alkoholbedingte Erkrankungen

Alkoholismus und seine Folgen



Alkoholvergiftung

Eine Alkoholvergiftung ist gekennzeichnet durch Verhaltensstörungen wie Enthemmung, verminderte Urteilsfähigkeit, Störungen beim Gehen und Sprechen, Bewusstseinsstörung bis hin zum Koma und zum Tod.

Alkoholentzugssyndrom

EinAlkoholentzugssyndrom kann schon einen halben Tag nach Unterbrechung der Alkoholzufuhr auftreten. Kreislaufstörungen, Störungen des vegetativen Nervensystems wie Schwitzen und Schlafstörungen, Händezittern und Störungen der Aussprache. Es können epileptische Krampfanfälle auftreten. Unruhe und Depressionen, Angstzustände. Dies sind alles Zeichen einer psychischen Abhängigkeit.

Wernicke-Enzephalopathie

Diese Schädigung von Blutgefäßen im Gehirn tritt meist bei schwererAlkoholabhängigkeit auf. Die Gehirnfunktion ist dadurch eingeschränkt. Es kommt zu Augenmuskellähmungen, Schwindel, Erbrechen und Wahnvorstellungen.

Hepatische Enzephalopathie

Bei der hepatischen Enzephalopathie handelt es sich um eine leberbedingte Hirnfunktionsstörung. Sie ist eine potenziell reversible Funktionsstörung des Gehirns die durch eine unzureichende Entgiftungsfunktion der Leber entsteht. Die kranke Leber kann den im Stoffwechsel anfallenden Ammoniak nicht mehr effizient aus dem Blut entfernen. Das toxische Ammoniak gelangt in hoher Konzentration ins Gehirn. Störungen des Stoffwechsels und der Funktionen des Gehirns sind die Folge: Nachlassende Konzentrationsfähigkeit, Einschränkung des logischen Denkens, Reduzierte Aufmerksamkeit, Abnahme der Reaktionsfähigkeit, Verschlechterung des Kurzzeitgedächtnisses und der psychomotorischen Fähigkeiten.

Korsakow-Syndrom

Das alkoholische Korsakow-Syndrom ist wohl die schlimmste Folge der Alkoholabhängigkeit. Meist im Anschluss an ein Entzugsdelir oder an eine Wernicke-Enzephalopathie kann es zu dieser Funktionsstörung von Hirnstrukturen kommen.

Die betroffenen Gehirnstrukturen können absterben, was zu einem Gedächtnisverlust und einem Verlust der Orientierung führt.

Delir

Die Trübung des Bewusstseins stellt eine wichtige Komplikation dar und kann von Somnolenz über Sopor bis hin zum Koma reichen. Der Verlauf der Bewusstseinsstörung ist beim Delirium aber in keiner Weise vorherzusagen. Somit ist jedes delirante Syndrom ein psychiatrischer Notfall, der nur in einer Klinik behandelt werden kann, da im schlimmsten Fall Herzversagen, Atemstillstand oder metabolische Entgleisungen drohen.

Polyneuropathie

Die alkoholische Polyneuropathie wird durch chronischen Alkoholabusus hervorgerufen und manifestiert sich als Folge der Schädigung des peripheren Nervensystem in Sensibilitätsstörungen, Gehstörungen, Wadenkrämpfen oder erhöhter Druckempfindlichkeit von Nerven. Insbesindere an den Extremitäten (Finger, Zehen) kann es zu Dauerschmerzen kommen.

Be Sociable, Share!

Schreibe einen Kommentar