Der Alkoholiker und seine Helfer

Eine deiner Aufgaben als Angehöriger ist das Beschaffen von Alkohol. Mag vielleicht nichts Außergewöhnliches sein, weil das für dich zu einer alltäglichen Angewohnheit geworden ist. Kaum einem Angehörigen ist aber bewusst, dass er so den Alkoholiker unterstützt seine Alkoholsucht auszuleben. Es ist zwar leichter für dich den Wünschen deines zum Beispiel alkoholkranken Partners nachzukommen, um eventuelle Spannungen und Streitereien  zu vermeiden, aber du treibst nur seinen Alkoholismus voran.

Durch die Beschaffung von Alkohol machst du dich zum Helfer und bist somit co-abhängig.

Deshalb solltest du solche Aufgaben entweder von Anfang an bleiben lassen oder in Zukunft abstellen. Dem Alkoholiker klar zu machen dass du das in Zukunft nicht mehr tun möchtest, ist nicht ganz einfach.

Auf keinen Fall solltest du vorwurfsvoll sagen: „ Hol dir deinen Stoff selbst oder wegen dir muss ich ständig die Flaschen rumschleppen.

Der Alkoholiker fühlt sich nämlich in Bezug auf seine große Liebe Alkohol immer sehr schnell angegriffen und er wird den Alkohol immer verteidigen. Dich mit dem Teufel Alkohol auf einen Kampf einlassen, vergiss es. Du kannst ihn nicht bekämpfen sondern nur überlisten. Deshalb sag dem Alkoholiker einfach: „ Bitte hol dir den Alkohol selbst, weil mich belastet die Situation mit den vielen Flaschen Alkohol im Einkaufswagen. Ich möchte das einfach nicht mehr.“ Dabei kannst du dich ruhig rechtfertigen, das macht nichts. So kannst du dieses Problem einfach lösen ohne dem Alkoholiker Vorwürfe oder Beschuldigungen zu machen. Er wird dich sicher immer wieder einmal bitten ihm doch etwas Alkohol mitzubringen, aber versuch einfach standhaft zu bleiben!

Das ist nur ein Schritt von vielen um den Alkohol aus deiner Familie zu verbannen.

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