Alkoholismus: Lieblingshobby Nr.1

Den Alkoholismus, die Alkoholkrankheit bzw. die Alkoholsucht sehe ich immer als Hobby. Es ist etwas das man wegen seiner Alkoholabhängigkeit zwar braucht aber auch haben will. Der Alkohol steht an erster Stelle. Ein Hobby das glücklich macht. Wer will bzw. kann schon sein schönstes Hobby so einfach aufgeben? Die Wenigsten. So kann ein Angehöriger besser verstehen warum jemand nicht vom Alkohol lassen kann.
Warum brauchen bzw. wollen Extremsportler den Kick an ihre Grenzen zu gehen oder gar die Todesnähe zu spüren? Warum gehen viele Menschen fast täglich laufen, radfahren, wandern usw. Ja weil es sie alle sehr glücklich macht. Bei der Alkoholabhängigkeit ist das fast genau so.
Wenn jemand z.B. das Wandern nicht mag, dann kann er es nicht verstehen, warum ein anderer davon so schwärmen kann. Wenn jemand nicht alkoholabhängig ist, dann kann er es nicht verstehen, warum sich jemand ständig mit Alkohol zuschütten muss. Ist das so schwer zu verstehen? Hobbies haben Suchtfaktor, genauso wie Alkoholismus.
Deshalb spricht man oft von Suchtverlagerung, wenn jemand plötzlich keinen Alkohol mehr trinkt, sich gleichzeitig in ein neues Hobby stürzt und das extrem betreibt. Ich selbst bin bzw. war auch so ein Typ, der alles extrem macht. Ich hatte immer extreme Alkoholräusche und übte dann neue Hobbies fast ähnlich intensiv aus. Heute habe ich auch das besser im Griff und das geht nur indem ich weiterhin an mir arbeite.
Die goldene Mitte wäre optimal, leider funktioniert das bei Alkohol kaum.
Kein Alkoholiker weiss den Zeitpunkt, ab wann er an Alkohol erkrankt ist, ab wann Alkohol für ihn zur Sucht wurde.

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