Einem Alkoholiker helfen, aber wie?

Einem alkoholabhängigen Menschen zu sagen, er soll aufhören zu trinken oder weniger Alkohol trinken, ist ebenso sinnlos, wie einem Depressiven zu sagen, er solle positiv denken.

Genau deshalb scheitern Angehörige so oft. Ihre  Ratschläge und Belehrungen helfen leider nicht. In meinem Buch beschreibe ich nicht nur mein Leben als Alkoholiker, sondern auch das Leiden der Angehörigen. Wie sie alles Mögliche versuchen und nichts geschieht. Sie wollen helfen, aber mit Gesprächen oder Beschimpfungen und Drohungen erreicht man bei einem alkoholkranken Menschen gar nichts. Alkoholismus ist eine Krankheit und das verstehen leider viele nicht. Die Angehörigen müssen etwas „tun“ und genau das ist die Lösung des Problems. Ich gebe zu, dass dies sehr schwierig ist und von den meisten nicht machbar ist. In vielen Fällen ist es der Mann der alkoholkrank ist. Seine Frau und die Kinder leiden unter seiner Krankheit und dadurch wird die Familie geschädigt bzw. zerstört.

Genau deshalb müssen die Angehörigen Schritte unternehmen, die leider nur sehr schwer umzusetzen sind.

Aus der Sicht des Alkoholikers haben immer seine Angehörigen ein Problem mit seinem Alkoholismus. Der Alkoholiker selbst hat kein Problem, deshalb kann er die Aufregung um ihn nicht verstehen. Er wird so weiter machen und es wird sich nichts ändern.

Ich versuche in meinem Buch die Situation eines Alkoholikers zu beschreiben, so können Angehörige besser verstehen, wie es in einem Alkoholiker aussieht und welche Möglichkeiten sie haben, ihm zu helfen.

Ein Alkoholiker der nicht mehr Alkohol trinken darf ist wie

ein Bergsteiger, der nie mehr auf einen Berg steigen darf, obwohl er ihn täglich betrachten muss

ein Maler, der nie mehr malen darf,

ein Musiker, der nie mehr musizieren darf,

ein Kind, das nie mehr spielen darf…

Rene Zeiner

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