Meistens sind es die Angehörigen…

In den meisten Fällen sind es die Angehörigen, die den ersten Schritt gegen den Alkoholismus setzen. Sie weisen den Betroffenen auf seine Alkoholsucht hin. Durch sie bekommt der Betroffene eine Chance sich über seinen Alkoholmissbrauch Gedanken zu machen.
Des Weiteren sind es ebenso meistens die Angehörigen, die nach Lösungen der Alkoholprobleme in ihrer Familie oder Freundeskreis suchen. Getrieben von der Verzweiflung sind sie bereit scheinbar unüberwindbare Hürden auf sich zu nehmen.
Immer wieder erlebe ich das bei meinen persönlichen Gesprächen mit den Angehörigen. Bei diesen Gesprächen konnte ich ihnen mein Vertrauen schenken, weil ich ihre Probleme früher selbst jahrelang miterleben musste. Ich kenne ihre Gefühle der Hilflosigkeit, wo sie jemandem helfen möchten, aber dabei kläglich scheitern.
Ich versuche den Angehörigen nicht nur Ratschläge zu geben, sondern sie bei der Umsetzung dieser zu unterstützen und zu begleiten. Das sind nämlich die entscheidenen Faktoren. Einem Alkoholiker nur zu sagen was er zu tun hat wird leider nicht den gewünschten Erfolg bringen können.
Das Ziel für den Angehörigen bzw. dem Betroffenen muss sein: „Glücklich sein ohne Alkohol!“
Wenn ein Betroffener zwar keinen Alkohol mehr trinkt, aber innerlich förmlich nach Alkohol schreit, dann wird weder er noch seine Angehörigen damit glücklich werden. Nur keinen Alkohol zu trinken löst noch lange nicht die Alkoholprobleme, weder für den Betroffenen noch für den Angehörigen.
Erst wenn der Alkoholiker völlig befreit von der Alkoholsucht ist, wird diese Befreiung auch bei den Angehörigen eintreten.

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