Persönlicher Tiefpunkt

Der sogenannte „persönliche“ Tiefpunkt. Wann ist ein alkoholkranker Mensch an seinem Tiefpunkt angelangt?
Oft kann der Verlust des Führerscheins ein Tiefpunkt sein, wo ein Alkoholiker erkennt, dass der Alkohol das Hauptproblem ist. Bei den meisten Alkoholikern führt so ein Ereignis allerdings noch nicht zum Nachdenken. Es wird als Pech bezeichnet und ändert am Trinkverhalten meistens nichts.
Ständig an Entzugserscheinungen (dazu gehört auch die Übelkeit bzw. Kopfschmerzen am nächsten Morgen) zu leiden kann auch ein Tiefpunkt sein.
Bei vielen ist allerdings erst der Tiefpunkt erreicht, wenn sich schwere körperliche oder psychische Erkrankungen zeigen. Bei anderen ist oft der finanziell angerichtete Schaden ein Tiefpunkt.
So ist für jeden Alkoholiker der Tiefpunkt unterschiedlich. Wenn allerdings die Schäden durch den Alkoholismus zu groß sind, dann gibt es oft keine Hoffnung mehr von der Alkoholsucht los zu kommen. Das nennt man dann: der hat sich über den Tiefpunkt gesoffen. Wie soll ein Alkoholiker, der seine Familie zerstört hat und vielleicht auch gesundheitlich und finanziell am Ende ist, sich noch einmal aufraffen um sein Alkoholproblem zu lösen und dann noch die ganzen anderen Probleme bewältigen. Sogar die wenigsten gesunden Menschen würden so etwas schaffen.
Ob ich es in dieser Situation geschafft hätte, ich glaube eher nicht. Gott sei Dank war meine Familie und meine finanzielle Situation noch halbwegs in Ordnung.

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