Umgang mit Alkoholikern

 

 

Gibt es überhaupt Alkoholiker?

Viele Betroffene sehen sich selbst nicht als Alkoholiker.

Allerdings gibt es genug Angehörige von Alkoholikern.

Eigenartig, wenn es also keine Alkoholiker gibt dürfte es ja auch keine Angehörigen geben.

Warum gibt es keine Alkoholiker? Weil der Alkoholiker selbst gar nicht begreift, dass er durch seinen Alkoholismus bereits Alkoholiker ist. Denn für ihn ist ein Alkoholiker ein Mensch der obdachlos ist, ein Sandler der auf der Straße betteln muss. Also kann er ja gar kein Alkoholiker sein, denn er hat ja alles was der Sandler bzw. Alkoholiker nicht hat.

Der einzige Unterschied ist, dass er ein funktionierender Alkoholiker ist, weil er trotz seines Alkoholismus  noch eine Familie, einen Job, einen Führerschein usw. hat.

Deshalb ist es für dich als Angehöriger so schwierig dem Alkoholiker bewusst zu machen, dass er Alkoholiker ist.  Es ist schon schwierig genug ihm erklären zu wollen dass er zu viel Alkohol trinkt. Denn in unserer Gesellschaft ist Alkohol zu trinken etwas völlig „Normales“!

Wenn jemand gar keinen Alkohol trinkt, wird dies allerdings als eher „Nicht Normal“ empfunden.

Das macht es für dich also noch schwieriger, dem Alkoholiker seinen Alkoholismus bewusst zu machen!

Wer kann einem Alkoholiker helfen?

In erster Linie er selbst. Leider erkennen zu wenige Alkoholiker ihre Situation. Es gibt kaum jemand, der behauptet Alkoholiker zu sein. Die Wenigen geben sich selbst vielleicht zu, dass sie zu viel trinken, was allerdings für sie noch lange nicht bedeutet dass sie Alkoholiker sind. Wenn der Alkoholiker aber erkennt, dass er zu viel bzw. zu oft Alkohol trinkt – so wie es auch bei mir der Fall war – dann besteht die Chance durch Selbsterkenntnis Maßnahmen in Angriff zu nehmen. Wie zum Beispiel ein Gespräch mit einem Arzt, Psychologen, den Kontakt mit einer Selbsthilfegruppe, Entzugsklinik usw.

Im Normalfall bist allerdings du es, der das Alkoholproblem deines Familienmitgliedes erkennt und zu helfen versucht. Du weißt auch nicht, dass du es bist, der am meisten für den Alkoholiker tun kann um ihn vom Alkoholismus zu befreien.

Angehörige sollten den Umgang mit Alkoholikern lernen!

Mit meiner Anleitung kannst du dem Alkoholiker helfen vom Alkohol zu lassen. Die Alkoholkrankheit ist eine hochkomplexe psychische Erkrankung und deshalb ist es völlig normal dass du sehr viel falsch machst.

Du lebst mit dem Alkoholiker und hast fast ständig Kontakt. Du hast den meisten Einfluss und wenn du richtig vorgehst, hast „DU“ die größten Chancen ihm zu helfen.

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