Untersuchung Trinkverhalten von Jugendlichen

Am Abend des 14. März 2012 fand im Lienzer Bundesschulzentrum der Handelsschule und Handelsakademie die Präsentation der Projektgruppe „Drink but Think“ statt.

Seit Beginn des heurigen Schuljahres beschäftigten sich die Handelsschülerinnen Verena Trojer, Silvana Umann, Anna-Lena Sporer, Annika Bachmann und Jasmin Wanner mit der Untersuchung des Trinkverhaltens von Jugendlichen in Form einer Projektarbeit, welche Frau Mag. Verena Eder-Zanier betreute. Ziel war es, herauszufinden, welche Gründe junge Menschen bewegen, immer häufiger zum Alkohol zu greifen. Ein Brainstorming, die Erstellung und Auswertung eines Fragebogens, welcher an Mitschüler verteilt wurde, sowie das Führen verschiedenster Interviews mit Jugendlichen und einem Osttiroler Tankwart zum Thema Alkohol gehörten zu den Hauptaufgaben der Schülerinnen.

„Die Auswertung des Fragebogens brachte erstaunliche Ergebnisse“, berichtete Projektleiterin Verena Trojer, „über 50% der Mädchen und Burschen trinken 2-4 Mal im Monat Alkohol, über 10% nie und fast 30% kamen schon einmal mit einem ‚Kater‘ in die Schule“, so Trojer weiter. Über 80% der befragten weiblichen Personen hatten unter Alkoholeinfluss auch schon einmal Probleme mit der Polizei.

„Im Namen der Projektgruppe ‚Drink but Think‘ (Trinke, aber denke) befindet sich ein besonders wichtiges Wort – ‚aber‘. Trinke, aber denke darüber nach. Vielen Jugendlichen muss man dies erst bewusst machen. Aus meiner Sicht wird die Problematik ‚Jugendliche und Alkohol‘ so schnell nicht gelöst sein, aber es ist sehr wichtig, dass sich die jungen Menschen mit dem Thema auseinandersetzen“, so Dir. Mag. Josef Pretis.

Der Projektauftraggeber und Mitglied des Lienzer Vereins „A-h-A“ für Alkoholkranke und deren Angehörige, Karl Bader, hielt abschließend fest: „Allen Jugendlichen sollte man so früh wie möglich bewusst machen, wie gefährlich der Umgang mit Alkohol sein kann. Viele junge Leute werden schnell abhängig und machen sich dadurch ihr Leben kaputt. Alkoholismus ist eine medizinisch anerkannte Krankheit, die man nur mehr zum Stillstand bringen, aber nie mehr heilen kann.“

Text und Fotos: L. Sulzenbacher

Quelle: www.osttirol-heute.at

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